Usedom hat jetzt einen eigenen Sound

aus Usedom (Insel Usedom Ostsee)

eingestellt am 22.10.2014 von Lisa Willenberg

Seit kurzem hat die Sonneninsel nicht nur unverwechselbare Bilder, sondern auch einen unverwechselbaren Klang. Zum ersten Mal besitzt eine Insel einen eigenen Sound – ein eigenes Audio-Logo.

Wie klingt eigentlich eine Insel? „Nach Sonne, Meer und Entspannung pur, nach Meeresrauschen und dem besonderen Licht, das seit jeher auf Usedom Künstler begeistert“, sagt die Geschäftsführerin der Usedom Tourismus GmbH (UTG), Dörthe Hausmann. Viele große Firmen werben mittlerweile mit einem einprägsamen Audio-Logo. „Die Wiedererkennbarkeit und Identifizierung mit dem Produkt wird dadurch gesteigert“, so Hausmann. Warum also nicht einen Sound entwickeln, der die Sehnsucht und die Liebe zur Insel Usedom weckt? Mit dem Wunsch nach einem eigenen Audio-Logo für Usedom geht die Usedom Tourismus GmbH allerdings vollkommen neue Wege. Denn bislang besitzt weder eine Insel noch eine Urlaubsdestination einen eigenen Sound.

Das sollte für den Inselvermarkter kein Hindernis sein. Zumeist entstehen Soundlogos im Tonstudio. Das Usedom-Logo jedoch sollte direkt vor Ort entstehen. Also lud die UTG sechs Musiker, Produzenten, Musikautoren und Komponisten zu einem außergewöhnlichen Workshop auf die Insel ein. Zwei Tage fuhren die Kreativköpfe über die Insel und fingen alle Klänge und Töne ein, mit denen die Sonneninsel aufwartet. Und schließlich wurde er gefunden, kreiert und arrangiert – der Sound von Usedom. Insgesamt sechs Tonspuren waren während des Workshops entstanden. Entschieden haben sich weit mehr als die Hälfte der UTG-Mitarbeiter in einer geheimen Abstimmung für das Sound-Logo von Stefan Maria Schneider.

Schneider hat in Berlin, Wien und Potsdam Musik und Filmmusik studiert. Der 34-Jährige schrieb die Musik für Franka Potentes Film „Der die Tollkirsche ausgräbt“. Für den Soundtrack für den Animationsfilm „Our Wonderful Nature“ erhielt der junge Komponist in der Kategorie „Beste Musik zu einem Kurzfilm/Animation“ den Jerry-Goldsmith-Preis und wurde zudem 2009 für die Student Academy Awards nominiert. Zusammen mit dem britischen Filmkomponisten John Powell erarbeitete er den Soundtrack zu dem Animationsfilm „Drachenzähmen leicht gemacht“. Er gewann etliche Awards für seine Filmmusiken. Und nun hat er den Sound von Usedom gefunden.

„Ich konnte auf der Insel sehr gut arbeiten. Als ich die Abendsonne auf dem Haff glitzern sah, war das für mich ein Schlüsselmoment. Dort, in Kamminke, hatte ich schon eine Vorstellung vom Sound und wollte ihn unbedingt ganz schnell umsetzen“, beschreibt der Musikautor seine Eindrücke. Schneider will die Emotionen einer Stimmung hörbar machen. Auch das Gefühl von Ruhe und vom entspannten Liegen am Strand waren Eindrücke, die er in der kurzen Tonspur zum Ausdruck bringen wollte.

„Mitten im Alltag soll unser Audio-Logo Erinnerungen und Sehnsucht nach der Insel und einem entspannten Urlaub am Meer wecken. Damit ist unser Sound eine akustische Botschaft. In einer Welt, in der täglich Tausende von Werbebotschaften auf uns einströmen, ist es ein neues Alleinstellungsmerkmal für die Insel Usedom“, freut sich Dörthe Hausmann über den eigenen Insel-Sound.

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