Bad Krozingen - Ihr Kurort im Markgräflerland

aus Bad Krozingen (Schwarzwald)

eingestellt am 04.09.2013 von Natalie Pfab

Wein und Wasser haben in Krozingen im nördlichen Markgräflerland von jeher die Geschicke bestimmt und Geschichte gemacht. Johann Wolfgang von Goethe schwärmte schon von der Region der sonnenverwöhnten Weinberge als „glückliches Land, wo der Wein vor der Kulisse des Schwarzwaldes reift“. Die ersten Reben brachten die Römer mit in die fruchtbare Rheinebene.

Der baden-württembergische Ort – ursprünglich eine alemannische Siedlung – gehörte viele Jahrhunderte zu Vorderösterreich. Erst seit 1805 zählt Krozingen zur Markgrafschaft Baden. Den guten und edlen Wein führte der Markgraf von Baden aus Vevey am Genfer See ein. Der bis heute meist trocken ausgebaute Gutedel wird als Wein zum feinen Essen genauso geschätzt wie zur herzhaften Vesper. So bekam das Markgräflerland bald den Beinamen „Gutedelland“.

Zum guten Wein wurde den Krozingern im Jahre 1911 eine weitere Kostbarkeit zum Geschenk gemacht. Aus einem Bohrloch, in dessen Tiefen man eigentlich Öl vermutete, sprudelte warmes Thermalwasser mit einer der höchsten Kohlesäurekonzentrationen in Europa. Noch bevor 1914 das erste Badehaus errichtet wurde, hatte man in Krozingen ein Thermalfreibad eröffnet. Es bestand bescheiden aus einer hölzernen Tonne mit einem Durchmesser von fünf Metern. Heute baden die Gäste des Ortes, der seit 1933 das Kurortsprädikat „Bad“ führen darf, dagegen wie in einem Palast in der Vita Classica Therme, in der modernes Design und antikes Ambiente die Sinne verwöhnen.

Schöner alter Baumbestand und spektakuläre Blumenkunst sind die Markenzeichen des weitläufigen Kurparks in Bad Krozingen. Der Park mit Tiergehege und Minigolfanlage ist mit Finnbahn, modernen Bogenschießanlagen und Laufstrecken auch Sportpark.

Das älteste erhaltene Gebäude in Bad Krozingen ist die dem heiligen Ulrich geweihte Glöcklehofkapelle. Archäologische Ausgrabungen bestätigten, dass in ihrem Umfeld am südöstlichen Ortsrand an der Straße nach Staufen eine mittelalterliche Hofanlage stand. Besonders sehenswert ist die Kapelle wegen der 1936 entdeckten Fresken. Sie entstanden um das Jahr 1000 n. Chr. und stellen das Martyrium des heiligen Johannes des Täufers dar. Vorlagen waren die Buchmalereien der Mönche von der Insel Reichenau am Bodensee.

Nicht weniger sehenswert ist die Fridolinkapelle im Ortsteil Kems. Sie wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaut und trägt den Namen des „Apostels der Alemannen“, der als Mönch um 600 n. Chr. am Oberrhein missionierte. Schmuckstück in der Kapelle ist der Renaissance-Altar aus dem Jahre 1602, der aus der Bad Krozinger Schlosskapelle stammt.

Im kostbar ausgestatteten Festsaal des Bad Krozinger Renaissanceschlosses finden seit 1974 Konzerte statt. Gespielt wird Musik vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Kleinod des Schlosses der Freiherren von Gleichenstein ist die größte private Sammlung spielbarer historischer Tasteninstrumente. Sie umfasst rund 50 Instrumente aus der Zeit von 1600 bis 1860 aus der Sammlung Fritz Neumeyer, Rolf Junghanns und Bradford Tracey.

Zwischen Spargelfeldern, Erdbeerplantagen und Weinbergen liegen die Teilgemeinden Biengen, Hausen, Schlatt und Tunsel, die seit der Verwaltungsreform in den 1970er Jahren zu Bad Krozingen gehören.

Katalog Bad Krozingen
Katalog zum Download