Burgen und Schlösser – soweit das Auge reicht

aus Pfronten (Allgäu)

eingestellt am 25.08.2010 von Dr. Walter Stelzle


Entdeckungsfahrten in die Vergangenheit. Wie lebten die alten Ritter, wie wohnten sie, was gab es zu essen, was spielten die Kinder? Oder – nicht ganz so weit zurück: Welchen Prunk entfaltete König Ludwig II. von Bayern, den alle den Märchenkönig nennen, und dessen liebster Aufenthaltsort das Ostallgäu mit seinen Bergen und Seen war, auf seinen Schlössern?

In Pfronten ist man mittendrin in dieser Zeitreise. Die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein sind sogar mit dem Rad leicht zu erreichen. Eine exklusive Abendführung, jeweils am Montag nach Anmeldung, lohnt auf jeden Fall. Auf dem Weg nach Neuschwanstein kann man auch noch das Hohe Schloss von Füssen besuchen und einen Altstadtbummel machen. Auf dem Felsen über Pfronten ragt die Ruine Falkenstein, die über einen aussichtsreichen Wanderweg oder mit dem Auto bequem zu entdecken ist. Hier hatte König Ludwig II. sein nächstes Schloss, eine märchenhafte Ritterburg, schon geplant. Wer wissen will, wie der Felsen heute aussehen könnte, soll sich die Pläne im Burgmuseum ansehen. Die Zeichnungen alleine sind schon eindrucksvoll genug. Der Burgenweg von Vils nach Pfronten berührt nicht nur den Falkenstein, sondern auch die Ruine Vilsegg im Vilstal und stellt darüber hinaus eine herrliche, herbstliche Bergwanderung dar.

Aber damit noch lange nicht genug. Die Landschaft rund um Pfronten ist von Burgen geradezu übersät, Zeichen auch dafür, welche Schlüsselrolle die Region am Austritt alter Straßen aus den Bergen früher gespielt hat. Die Ruinen der beiden benachbarten Burgen Eisenstein und Hohenfreyberg sind gut dokumentiert und ausführlich auf Schautafeln beschrieben. Man kann sich ein gutes Bild von ihrem damaligen Aussehen und vom Leben in ihren Mauern machen. Außerdem genießt man von hier heroben einen wunderbaren Ausblick auf die Allgäuer Alpen und das Voralpenland, der in der klaren Luft des Herbstes noch eindrucksvoller ist. Damit Kinder einen unmittelbaren Eindruck vom Leben in der Burg erhalten, wurde einer der zehn Pfrontener Themenspielplätze den Rittern gewidmet. Einen Burgturm und einen Graben gibt es da, dazu Wimpelstechen und viele Möglichkeiten, mittelalterliche Kinderspiele nachzuempfinden.

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