Winter 2012 im Kleinwalsertal: Bewegung im Schnee

aus Kleinwalsertal (A) (Österreich)

eingestellt am 26.01.2012 von Rolf Köberle


Wandern: Der Winter in den Bergen findet nicht ausschließlich auf den Pisten statt. Die Schönheiten und Reize einer Winterlandschaft sieht man am besten beim Wandern. Hierzu haben wir ein Wegenetz von ca. 50 Kilometern präpariert und gespurt, in der Talsohle und auf halber Höhe bis hinein in manche unserer Seitentäler, ja sogar bis zu unseren Nachbarn nach Oberstdorf. Für den einen ist der Weg das Ziel, für den anderen die Hütte am Ende (oder am Rande) des Weges. Zünftig und rustikal kann’s oft zugehen, wenn Wanderfreunde gesellig zusammentreffen und die Gitarre von der Wand geholt wird.

Einzigartig ist der Winterwanderweg unterhalb des Ifengipfels an der Bergstation der Hahnenköpflebahn im Ifen-Wintersportgebiet. Auf dem Hochplateau des Gottesackers können Sie die Strecke selbst wählen: drei oder fünf Kilometer „Erlebnis in den Schnee-Dünen“ sind für Sie mit der Raupe gespurt. Leicht zu gehen mit phantastischem Blick hinunter ins Tal und auf die umliegenden Bergketten. Allein auf weiter Flur. Ideal, wenn Sie die absolute Ruhe suchen. An den reizvollsten Ausblickspunkten stehen Sitzbänke für eine Ruhepause bereit. Schnell erreicht ist auch der Gipfel am Hahnenköpfle – an Föhntagen reicht der Blick bis zum Bodensee.

Unser spezieller Tipp 2012: Rundwanderweg Gottesacker
Ein nicht alltägliches Erlebnis verspricht die Wanderung auf dem Gottesackerplateau in knapp 2000 Meter Höhe. Zum Start an der Auenhütte gelangen Sie bequem mit dem Walserbus (Linie 5, für Talgäste kostenlos). An der Talstation der Ifenbahnen, da, wo sich die vielen Skifahrer tummeln, lösen Sie eine Berg- und Talfahrt für die Sesselbahnen, die mit Umstieg fast bis zum Hahnenköpfle führen. Beschaulich wird es bereits, wenn Sie im Sessel nach oben schweben. Unter dem Lift hört man gelegentlich das Kratzen der Ski auf den griffigen Pisten. Auch mancher Juchzger oder Jodler schallt nach oben, ein Zeichen, dass die Wintersportler bei bester Laune sind. Rundum aber ruhige Natur, mächtig die langgestreckte Felswand des Hohen Ifens und das scheinbar unendliche Gottesackerplateau zur Rechten. Nach ca. 30 Minuten Fahrt ist die Bergstation erreicht.

Ein paar Schritte über die Piste und schon befinden Sie sich auf dem breit gewalzten Winterwanderweg, der sich nach ca. einem Kilometer gabelt. Nun fällt die Entscheidung: kleine Schleife (drei) oder große Schleife (fünf) Kilometer. An besonders attraktiven Plätzen sind Ruhebänke aufgestellt bzw. ausgeschaufelt, um den Blick auf die Schneedünen, ins Tal und auf die beeindruckende Bergwelt zu genießen. Das Kreischen schwarzer Bergdohlen und das Wehen (oder Pfeiffen) des Windes sind mitunter die einzigen Begleiter, die für Unterhaltung sorgen. Einsamkeit und Stille regen zum Nachdenken an und lassen die Einzigartigkeit dieser Bergnatur bewusst werden. Die Gehzeit ist überschaubar und gut selbst ein zu teilen, Schneestangen weisen den Weg, der wieder zur Bergstation zurückführt. Streben Sie als Zugabe noch das Gipfelkreuz des Hahnenköpfles an (2080 m), ist bei idealen Wetterbedingungen sogar den Bodensee sehen. Einkehrmöglichkeiten finden Sie an der Berg-, Mittel- und Talstation.

Skitouren
„Zurück zu den Wurzeln“ des Skisports geht ein Trend, der in den letzten Jahren immer mehr Freunde gewonnen hat. Das Touren gehen – in früheren Zeiten ohne Lift die „geläufige“ Art des Skisports – ist wieder „in“. Vor den Lohn hat der Liebe Gott allerdings den Schweiß gestellt. Landschaft erleben – Schritt für Schritt - heißt es, wenn der Aufstieg in Angriff genommen wird. Doch Vorsicht! Abseits der Pisten lauern Gefahren. Daher empfehlen wir das Tourengehen nur mit Berg, Ski- oder Winterwanderführer, die mit der Beschaffenheit des Schnees vertraut und ortskundig sind. Am Gipfel angelangt, fühlt man Stolz und Ehrfurcht. Die Anstrengung wird belohnt mit traumhaften Abfahrten durch unberührte Natur. Die Skischulen haben verschiedene Touren zusammengestellt, je nach Ausdauer und körperlicher Verfassung. Die richtige Ausstattung erhalten Sie im Skiverleih.

Schneeschuhwandern
Dem Skitourengehen sehr ähnlich ist das Schneeschuhlaufen. Mit so genannten Schneereifen (Schneeschuhen) kann man auch im tiefen Pulverschnee laufen/wandern, ohne stark ein zu sinken. Wo’s lang geht, das wissen auch hier die geprüften Guides am besten. Bei gemächlichem Gang bleibt viel Zeit, die Natur zu betrachten – begleitet von endloser Stille. Tritt und Atem sind die einzigen Nebengeräusche – nur wahrgenommen von den Tieren des Waldes.

Wandern in seiner schönsten Form! Das richtige „Schuhwerk“ gibt es im Fachhandel zu kaufen und zu leihen. Aber aufgepasst! Je nach Tour lauern auch hier kleine Gefahren. Daher empfehlen wir das Tourengehen nur mit Berg, Ski- oder Winterwanderführer.

Bei allen Freizeitgestaltungen gilt: „Respektiere Deine Grenzen“

Eine Rodelpartie …
ist nicht nur für Kinder lustig. Verschiedene kleine Rodelhänge, ein Rodellift und zwei große Rodelbahnen laden ein, das macht Spaß – „Walser Käsknöpfle“, „Kaminfeuer“ und ein „heißes Getränk“ heizen ein, ehe es auf einem Rodel bei der Dämmerung talwärts geht – wie z.B. auf der Rodelbahn Oberwestegg über Riezlern oder beim „Luis“ am Rodellift. Da werden auch Papa und Mama gerne wieder zu Kindern.

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